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Krieg in der Ukraine: Avast und Eset verlassen Russland, Cloudflare bleibt

Es wird bald einfacher sein, diejenigen zu zählen, die bleiben, als diejenigen, die gegangen sind. Avast, der Riese der Antivirensoftware, hat beschlossen, sich aus Russland „zur Unterstützung des ukrainischen Volkes“zurückzuziehen. Das Unternehmen hat die Nachricht in einer Erklärung am 11.März auf seinem blog veröffentlicht. „Mit sofortiger Wirkung haben wir die Verfügbarkeit aller unserer Produkte in Russland und Weißrussland zurückgezogen und alle marketing-und Verkaufsoperationen in diesen Ländern ausgesetzt“, heißt es in der Mitteilung. Wir treffen diese Entscheidung nicht leichtfertig ; wir bieten unsere Produkte seit fast 20 Jahren in Russland an und die Nutzer dieses Landes sind ein wichtiger Teil unserer globalen Gemeinschaft.”

Avast ist nicht der einzige Anbieter von Antivirensoftware und Experte für Cybersicherheit, der sich dafür entscheidet, seine Aktivitäten in Russland auszusetzen. Eset, ein Slowakisches Unternehmen, hat den gleichen Weg bereits am 8. März eingeschlagen. „Als Reaktion auf die Entscheidung der Russischen Regierung, in die Ukraine einzudringen, hat Eset beschlossen, alle neuen Verkäufe in Russland zu stoppen, sagte das Unternehmen in einem tweet. Als Weltmarktführer für Cybersicherheit mit Hauptsitz in Europa ist es unsere Priorität, die Ukraine und Ihr Volk weiterhin zu unterstützen.”

Von diesen Unternehmen im westlichen Block scheint nur Cloudflare eine andere position einzunehmen. Das US-Unternehmen, das verschiedene Internetdienste anbietet, hat zwar in einigen Regionen den Zugang zu seinen bezahlten Diensten gekappt, will aber seine Aktivitäten nicht einstellen. „In der Tat glauben wir, dass die russische Regierung sich freuen würde, wenn wir die Dienste von Cloudflare in Russland schließen würden“, erklärte CEO Matthew Prince. Ein wahlloses Ende des Dienstes würde der Russischen Regierung nicht viel Schaden zufügen, würde aber den Zugang zu Informationen außerhalb des Landes einschränken und diejenigen, die uns zum Schutz nutzten, als Sie die Regierung kritisierten, viel verletzlicher machen.“Mykhailo Fedorov, stellvertretender Premierminister der Ukraine und denkender Leiter der digitalen Agenda des Landes, forderte Cloudflare auf, Die Ukraine durch die Schließung Ihrer Dienste in Russland zu unterstützen.

Schließlich wird auch Kaspersky, der berühmte russische Antivirus-Herausgeber, von den EU-Behörden mit dem Finger gezeigt. In Deutschland hat das Bundesamt für Informationssicherheit (BSI) empfohlen, die Antivirensoftware von Kaspersky durch Alternative Produkte zu ersetzen. Die Behörde befürchtet, dass Russland die Produkte des angeblich Kreml-nahen Unternehmens für computerangriffe auf Deutschland nutzen wird.

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